Ratschläge

"Unser Kind hat Diabetes!" –
Drei goldene Regeln für betroffene Eltern

Regelmäßige Insulininjektionen, Stoffwechselkontrollen, Planung der Mahlzeiten - natürlich bedeutet die Diagnose Diabetes für Ihr Kind und Sie eine große Umstellung. Doch so schwierig die Herausforderung zunächst auch scheint, so schnell werden die Behandlungs- und Vorsorgeregeln zur Gewohnheit. Im selben Maße nehmen die anfänglichen Ängste und Sorgen ab, je mehr Sie über die Krankheit und ihre Behandlung wissen. Denn eines steht fest: Mit Diabetes kann man leben! Und das, dank enormer Fortschritte in der Behandlung, ohne tiefgreifende Einschränkungen. Deshalb gilt:

1. Regel: Keine Panik!

Für Ihr Kind ist es ganz besonders wichtig, dass Sie ruhig und besonnen bleiben. Denn je eher zum Beispiel die regelmäßige Insulineinnahme zur alltäglichen Routine wird, desto früher lernt Ihr Kind, mit seiner Krankheit ganz natürlich umzugehen. Akzeptieren Sie die Krankheit und gehen Sie so offen und positiv wie möglich damit um. Für Ihr Kind, aber auch für Sie selbst ist das mit Sicherheit die wichtigste Medizin.

2. Regel: Es gibt keine Schuldigen.

Die erste Frage vieler Eltern lautet: „Was haben wir falsch gemacht?“ Eine vernünftige Antwort gibt es darauf jedoch nicht. Denn die Ursachen der beiden Haupttypen des Diabetes mellitus sind äußerst komplex. Sie lassen sich weder alleine auf direkte Vererbung noch eine falsche Ernährung zurückführen. Statt Schuldfragen zu stellen, sollten Sie jetzt nach vorne denken: „Wie gehen wir es am besten an?“

3. Regel: Sie sind nicht alleine.

Wer den Kontakt mit anderen Betroffenen sucht, wird ihn finden. Mehr als 20.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland leiden unter Diabetes, und viele Eltern haben sich privaten Initiativen angeschlossen. Unsere Empfehlung: Nutzen Sie den Erfahrungsaustausch, um wertvolle Anregungen für ein glückliches Leben mit Diabetes zu erhalten – und weiterzugeben. Adressen von Elterninitiativen und Beratungseinrichtungen finden Sie in unserer Linkliste.